Am 21. März 1834 gründete der Wagnermeister Friedrich Christian Sachs, geb.
am 11. Mai 1804 am Gänsemarkt 21 in Hamburg die F. Sachs Wagenfabrik. Am
gleichen Tage legte er den Bürgereid ab.
Es wurden Kutschen und Wagen für die beten Kunden gefertigt. Zu den Kunden
zählten der dänische, schwedische und auch der englische Hof. Barone und Grafen
sowie Persönlichkeiten der Wirtschaft wie Bolten, Amsinck, Münchmeyer, Sierich,
Detjen, u. a. ...
Nachdem Bernhard Friedrich Christian Sachs seinen Sohn Johann Eduard Bernhard
Sachs in die Firma aufgenommen hatte, erhielt sie den Zusatz „& Sohn".
Am 21. Februar 1871 trat auch sein Schwiegersohn Johann Georg Hoffmann in die
Firma ein. In dieser Zeit wurde ein besonders wertvoller Triumphwagen für
Petersburg gebaut und geliefert. Im Jahre 1882 verstarb der Gründer. Nachdem
Johann Eduard Bernhard Sachs aus dem Unternehmen ausgeschieden war, nahm Johann
Georg Hoffmann im Jahre 1890 seinen Sohn Jacob Heinrich Bernhard Hoffmann in die
Firma auf.
Die eingeschränkten Räumlichkeiten am Gänsemarkt machten einen Umzug notwendig.
Es wurde ein Grundstück am Neuen Pferdemarkt 27 gekauft und das noch heute
stehende Gebäude errichtet. Es wurde im Jahre 1900 fertiggestellt und bezogen.
Im Neubau war für jeden Betriebszweig wie Stellmacherei, Schmiede, Lackiererei
und Sattlerei eine Etage eingerichtet. Am 4. Dezember 1902 übernahm der Enkel
des Gründers Jacob Heinrich Bernhard Hoffmann als Alleininhaber die Firma und
führte Sie bis zum 13. Januar 1933.
Seit 1915 arbeitete der Sohn des damaligen Inhabers, Bernhard Hoffmann im
Betrieb seines Vaters. Er übernahm nach dessen Tode im Jahre 1933 die
Firmenleitung. Seine Ehefrau Doris Hoffmann unterstützte ihn ab 1935. Inzwischen
wurden durch den wachsenden Autoverkehr Karosserien für Motor betriebene
Fahrgestelle gefertigt. sowie Reparaturen an Kraftfahrzeugen ausgeführt, Nach
Ende des zweiten Weltkrieges stand ein völliger Neubeginn an. Alle
Kapitalreserven waren aufgezehrt. Die Wirtschaft lag am Boden.
Die „neue Zeit" brachte eine Neuorientierung mit sich. Aus dem Fabrikbetrieb
wurde zusehends ein Reparaturbetrieb für Automobile. Eine neue im Jahre 1956 in
Betrieb genommene Lackiererei brachte ein weitere Spezialisierung. Die
Automobilindustrie wuchs, es wurden Vertriebshäuser eingerichtet und man
übernahm für die ersten Vertragshändler die Lackierarbeiten. Der
Wirtschaftsaufschwung führte bei anderen Handwerkern zur Notwendigkeit „fahrbare
Werkstätten" einzurichten. Es entstand der Servicewagen, auch heute noch eine
Spezialität von Sachs & Sohn,nach den
Bedürfnissen eines jeden Kunden zu fertigen.
Frau Doris Hoffmann übernahm nach dem Tode ihres Ehemannes Bernhard Hoffmann im
Jahre 1971 die Firmenleitung und übergab diese 1975 aus Altersgründen an ihren
Schwiegersohn Eberhard Werther. Ab Jahresbeginn 1983 wurde der langjährige
Mitarbeiter Siegfried Lange Teilhaber. Im Dezember 1989 wurde Eberhard Werther
in den Ruhestand verabschiedet. Siegfried Lange war ab 1990 alleiniger Inhaber.
Sein Sohn Rüdiger Lange wurde im gleichen Jahr in das Unternehmen geholt. Nach
umfangreicher Einarbeitung und Meisterprüfung im Karosserie- u.
Fahrzeugbauerhandwerk übernahm dieser die kaufmännische Leitung. Zum 1. Januar
1995 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Siegfried Lange ist
Geschäftsführer. Ab 1. Juli 1996 ist Rüdiger Lange weiterer Geschäftsführer. Am
31.12.99 schied Siegfried Lange aus dem Unternehmen aus und
übertrug seinem Sohn Rüdiger Lange die alleinige Geschäftsführung.